Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 28. Mai 2026
§ 1 Geltungsbereich, ausschließliche B2B-Nutzung
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Falk Yazici, Lange Straße 95-97, 27580 Bremerhaven (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden über die Nutzung der Klingelstreich-Software (Mobile-App und Web-Plattform unter klingelstreich.com).
(2) Klingelstreich richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit der Registrierung versichert der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne von § 13 BGB ist ausgeschlossen.
(3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine cloudbasierte Software zur Unterstützung von Door-to-Door-Vertriebsprozessen zur Verfügung (Karten- und Routenfunktion, Lead-Verwaltung, Termin-Workflow, Team-Funktionen, Push-/Chat-Funktionen).
(2) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der gewählten Tarifstufe (Solo Free, Vertriebler, Mentor) und der Beschreibung auf der Preisseite zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
(3) Die Software wird im Wege des Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet bereitgestellt. Eine Installation auf Kundenseite erfolgt nicht; lediglich die Mobile-App wird auf dem Endgerät des Nutzers installiert.
§ 3 Vertragsschluss, Testphase
(1) Die Darstellung der Tarife auf klingelstreich.com stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Kunde sein Angebot durch Anklicken des Bestell-Buttons im Stripe-Checkout abgibt und der Anbieter dieses durch Bereitstellung des Zugangs (Aktivierungs-E-Mail) annimmt.
(2) Bei den kostenpflichtigen Tarifen (Vertriebler, Mentor) wird zu Beginn der Vertragslaufzeit eine kostenlose Testphase von 30 (dreißig) Kalendertagen gewährt. Eine Belastung der hinterlegten Zahlungsmethode erfolgt erst nach Ablauf der Testphase, sofern der Kunde nicht bis dahin gekündigt hat.
(3) Der Solo-Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos und unterliegt den im Funktionsumfang ausgewiesenen Beschränkungen (insbesondere Pin-Limit von 15 erfassten Leads je 2-Stunden-Fenster).
§ 4 Vergütung, Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Preisseite ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer in Höhe von derzeit 19 %.
(2) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. mit der bei der Bestellung hinterlegten Zahlungsmethode. Es gelten zusätzlich die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen von Stripe.
(3) Rechnungen werden in elektronischer Form bereitgestellt und sind im Stripe-Kundenportal abrufbar. Der Kunde stimmt dem Versand bzw. der Bereitstellung von Rechnungen ausschließlich in elektronischer Form ausdrücklich zu.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Software vorübergehend zu sperren, bis die ausstehenden Forderungen ausgeglichen sind. Eine Pflicht zur Datensicherung während der Sperrung besteht nicht.
§ 5 Vertragslaufzeit, Kündigung
(1) Die Mindestvertragslaufzeit entspricht dem gewählten Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr). Der Vertrag verlängert sich automatisch um den jeweils gewählten Zeitraum, sofern er nicht vor Ablauf gekündigt wird.
(2) Die ordentliche Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich. Die Kündigung erfolgt komfortabel über das Stripe-Kundenportal (Link im Account- Bereich) oder per E-Mail an die im Impressum angegebene Adresse.
(3) Der Solo-Free-Tarif kann jederzeit fristlos beendet werden, indem der Kunde sein Konto im Account-Bereich löscht oder per E-Mail die Löschung verlangt.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere bei nachhaltigem Zahlungsverzug, missbräuchlicher Nutzung oder Verstoß gegen wesentliche Vertragspflichten vor.
(5) Nach Vertragsende kann der Kunde seine erfassten Lead-Daten auf Anfrage in einem maschinenlesbaren Format (CSV/JSON) erhalten. Die Anfrage ist innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende per E-Mail zu stellen. Danach werden die Daten gelöscht (Backup-Frist 90 Tage).
§ 6 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel an. Die Berechnung erfolgt auf Basis der tatsächlichen jährlichen Verfügbarkeitszeit, gemessen am Server-Uptime der eingesetzten Hosting- und Datenbank-Anbieter.
(2) Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, in verkehrsschwachen Zeiten (werktags zwischen 22:00 und 06:00 Uhr MEZ) durchgeführt und vorab angekündigt.
(3) Ausfälle infolge höherer Gewalt, Störungen bei Drittanbietern (insbesondere Supabase, Stripe, Vercel, Mapbox), Ausfällen im öffentlichen Internet oder DDoS-Attacken sind von der zugesicherten Verfügbarkeit ausgenommen.
§ 7 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist für die ordnungsgemäße Verwendung der Software verantwortlich, insbesondere für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten und ein sicheres Passwort.
(2) Der Kunde hat sicherzustellen, dass die von ihm in die Software eingegebenen Daten (insbesondere Lead- und Kontaktdaten) rechtmäßig erhoben und an den Anbieter übermittelt werden dürfen. Soweit personenbezogene Daten Dritter (Kunden/Interessenten) verarbeitet werden, ist der Kunde datenschutzrechtlich Verantwortlicher; der Anbieter agiert als Auftragsverarbeiter (siehe § 9).
(3) Der Kunde wird die Software nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere nicht: zur Verbreitung rechtswidriger Inhalte, zur automatisierten Massen-Datenerhebung außerhalb des bestimmungs- gemäßen Gebrauchs oder zur Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit (z. B. Reverse Engineering, Penetration ohne Erlaubnis).
§ 8 Eigentum an Daten, Nutzungsrechte
(1) Sämtliche vom Kunden in die Software eingegebenen Daten (insbesondere Lead-, Termin- und Kontaktdaten) verbleiben im Eigentum des Kunden bzw. des jeweiligen Berechtigten. Der Anbieter erwirbt hieran keine Rechte.
(2) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Software im Rahmen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs ein.
(3) Eine Bearbeitung, Vervielfältigung, Dekompilierung oder Weitergabe der Software an Dritte ist nicht gestattet, soweit gesetzlich nicht zwingend zugelassen.
§ 9 Datenschutz, Auftragsverarbeitung
(1) Soweit der Kunde mit Hilfe der Software personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV-Mustertext wird dem Kunden auf Anfrage per E-Mail bereitgestellt; mit Vertragsschluss gilt der AVV als vereinbart.
(2) Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter — außer im Falle der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit — nur wegen der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.
(4) Eine Haftung für mittelbare Schäden, insbesondere entgangenen Gewinn, ausbleibende Provisionen oder Folgeschäden aufgrund nicht erfasster oder verloren gegangener Lead-Daten, ist im Rahmen der vorstehenden Begrenzung ausgeschlossen.
(5) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich, soweit ihm dies zumutbar ist (Export über das Account-Portal).
§ 11 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB anzupassen, soweit die Anpassung im Hinblick auf eine geänderte Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung oder geänderte Marktgegebenheiten erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail an die im Account hinterlegte Adresse mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Mitteilung hingewiesen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Bremerhaven, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.